Fische lernen sich vor Anglern sich zu verstecken

Die Evolution schlägt uns Anglern einen Haken. Forscher vermuten, dass Fische die Erkenntnisse an ihre Nachkommen weitergeben, wenn sie einen Köder auf dem Leim gegangen sind. Die Fische bringen einander nicht bei, Angelhaken zu meiden, sie geben einen Hang zur Vorsicht in ihren Genen weiter. Das schließen Forscher nach Versuchen mit Angelködern vor Unterwasserkameras. Vor allem in Gewässern, in denen viel geangelt wird, könne man beobachten, wie Fische vorsichtiger werden. Das berichtet das Team im „Canadian Journal of Fisheries and Aquatic Sciences“.

Studienleiter Professor Robert Arlinghaus vom IGB sagte, dass das Forschungsprojekt auch eine Bedeutung für die sogenannte Langleinenfischerei haben könnte, mit der Fischer unter anderem Thunfischen, Dorschen oder Schwertfischen nachstellen.

Auch dabei könnten sich eventuell die Tiere langfristig stärker vermehren, die die Haken eher meiden. Die gängigen Methoden zur Bestandserhebung gehörten auf den Prüfstand, die möglichen Verhaltensänderungen sollten in Schlussfolgerungen mit einbezogen werden. „Vielleicht beherbergen befischte Gebiete mehr Fische, als wir manchmal glauben“, erklärte Arlinghaus.

Für die Studie wurden die Bestände zweier kleiner Fischarten vor Mallorcas Küste über mehrere Jahre hinweg untersucht. Gewählt wurden 54 Testgebiete, die vergleichbare Lebensräume aufwiesen, sich aber dadurch unterschieden, wie stark Angler sie nutzen.

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Ein logischer Grund wäre, dass Fische die häufiger und aggressiver den Köder attackieren, durch ihr Verhalten schneller aus dem Genpool verschwinden. Quelle: N24.

Was bedeutet das nun für uns Angler? Häufiger mal den Köder wechseln und neue Gebiete probieren. Eine Übersicht über Gewässer an welchen du online Angelkarten kaufen kannst, findest du: hier.

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