Vierköpfige Barschfamilie gerettet

moped
Moped

 

barsch
Barsch

NETTETAL (DEUTSCHLAND): Pünktlich zu Aschermittwoch, 18. Februar 2015, wurde eine mehrflossige Fischfamilie ihrer Behausung beraubt. Leider kam auch ein Familienmitglied durch einen bedauerlichen „Verkehrsunfall“ während der Bergungsaktion ums Leben.

Drei Kiemenatmer konnten jedoch gerettet werden. Schon am Samstag, 14.02.2015, meldete ein aufmerksamer 17jähriger Wachtendonker der Polizei in Nettetal, dass er soeben in einem See ein Mofa gesehen habe. Eine Streifenwagenbesatzung der Wache Nettetal überprüfte den Kriminalfall und stellte fest, dass der Melder Recht hatte. In der Kälberweide, einem kleinen See zwischen Baarlo und Leuth konnte man von einem Angelsteg aus im etwa ein Meter tiefen Wasser ein altes Mofa erkennen. Da die Polizisten zu dieser Zeit keine Möglichkeit hatten, den Roller selbst zu bergen, übertrug man den „Fall“ dem Bezirksdienst. Der Bezirksbeamte wiederum, der (wie auf dem Land üblich) zu seiner Ausrüstung ein 30 Meter langes Stahlseil und einen Anker zählte, nahm sich der Sache an und barg am 18.02.2015, mit freundlicher Unterstützung der Feuerwehr, unter den Augen der unteren Wasserbehörde das Corpus Delicti aus den schlammigen Fluten.

 

Beim Aufladen des schon vor längerer Zeit gestohlenen Rollers auf ein Fahrzeug des Bauhofs geschah dann das Unerwartete: Eine aus vier Fischköpfen bestehende Familie von Barschen purzelte aus der Verkleidung des Rollers auf die Straße und kämpfte dort nun nach Luft schnappend und der Wohnung beraubt ums Überleben.

Den Einsatzkräften gelang es, drei der vier glitschigen Barsche zu packen und wieder ins Wasser zurückzubefördern. Ein Fisch-Familienangehöriger, der sich bereits zu weit von dem Bauhoffahrzeug weggezappelt hatte, bezahlte dies jedoch mit dem Leben. Ein vorbeifahrender Autofahrer überrollte ihn bedauerlicherweise. „Wir wünschen den überlebenden Barschen nach diesem für sie so aufregenden Aschermittwoch noch ein ruhiges Dümpeln im Tümpel“, so die Kreispolizeibehörde Viersen.

Quelle: Kreispolizei Viersen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.